Das Jahr 2021:


Für uns war das Jahr 2021 ein besonderes Jahr: die Arbeit des VHB wurde mit Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Auszeichnung motiviert und gibt uns die Hoffnung, dass die Bedeutung von Gesundheit in der Entwicklungszusammenarbeit, krankheitsübergreifender Versorgungsansätze, eine stärkere Beachtung chronischer Erkrankungen sowie einer Teilhabe insbesondere marginalisierter Bevölkerungsgruppen an gesundheitlicher Versorgung („Leave no one behind“) zunehmende Beachtung findet


In diesem Jahr konnten wir Frau Dr. Nehara Begum für den Wissenschaftlichen Beirat des VHB gewinnen. Frau Dr. Begum ist Fachärztin für Chirurgie und Viszeralchirurgie, Schwerpunkt NeuroendokrineNeoplasien und arbeitet als bereichsleitende Oberärztin Neuroendokrine Tumoren des Johannes Westling Klinikum Minden, Ruhr-Universität Bochum. Frau Dr. Begum unterstützte seit langem unsere Projektarbeit: bereits in Bangladesch konnten wir gemeinsam erfolgreich u.a. die erste laparoskopische Spendernephrektomie durchführen, gemeinsam mit der Grameen Bank ein Programm zur Prävention von Bluthochdruck etablieren und zeigen, dass eine Stärkung von vorhandenen Gesundheitseinrichtungen und ein Aufbau von Präventionsprogrammen erfolgreich möglich ist. 

 

Am 30.09.2021 durften wir dem Soroptimisten-Club Lübeck/Bad Schwartau die Fortschritte unserer Arbeit darstellen. Im Anschluss an die Veranstaltung wurde uns eine weitere Unterstützung unserer Arbeit zugesagt.  


Dank der Unterstützung von Dr. Michael Rabbow (E&P Focus Africa) durften wir aufgrund einer Einladung der German Health Alliance (eine Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie die aus mehr als 100 führenden deutschen Akteuren aus Sektoren wie Gesundheitswirtschaft und Industrie, Zivilgesellschaft und NGO´s besteht) vom 24.10.- 26.10.2021 am World Health Summit in Berlin teilnehmen.

Besonders beeindruckend war ein Treffen mit Dr. Neema Kaseje. Frau Dr. Kaseje ist Kinderchirurgin und wurde 2017 vom World Economic Forum zur „Young Global Leaders“ ernannt. 

Frau Dr. Kaseje hat sich in Siaya, Kenia, eindrucksvoll im Kampf gegen COVID-19 engagiert  

Durch Ausbildung von 1300 Mitarbeitern des Gesundheitswesens für Prävention, Kontrolle und Kontaktverfolgung von COVID-19-Infektionen auf Gemeindeebene wurden 100.445 Haushalte (502.225 Menschen) erreicht und eine fast achtfache Reduzierung der COVID-19-Fälle im Vergleich zu den Nachbarländern erzielt werden.

 

Unbehandelte Bluthochdruckerkrankungen gehen mit einem höheren Risiko für schwere COVID-19-Verläufe einher. In Kenia wird die Prävalenz von Bluthochdruck mit 28,6% angegeben, nur 29,6% der Betroffenen ist ihre Erkrankung bewusst, 6,5 % nahmen blutdrucksenkende Medikamente und 12,5 % hatten ihren Blutdruck unter Kontrolle. Die Autoren führen das geringe Bewusstsein, die nicht ausreichende Behandlung und Kontrolle von Bluthochdruck auf unzureichende Maßnahmen der öffentlichen Gesundheit zurück, die sich eher auf infektiöse als auf nichtübertragbare Krankheiten konzentriert haben (Pengpid S, Peltzer K: Prevalence, awareness, treatment and control of hypertension among adults in Kenya: cross-sectional national population-based survey. EMHJ – Vol. 26 No. 8 – 2020)

 

Gemeinsam mit Frau Dr. Kaseje werden wir über Möglichkeiten nachdenken die Situation der Menschen in Siaya, Kenia zu verbessern und eine Finanzierung von 1000 Blutdruckmessgeräten für die Mitarbeitern des Projektes von Dr. Kaseje ermöglichen.

 

Das Engagement von Dr. Kaseje zeigt, dass Menschen durch gemeindebasierte Gesundheitsversorgung mit Community Health Workers erfolgreich in ihrem Alltag erreicht werden können und dadurch eine niedrigschwellige Teilhabe an Präventionsprogrammen ermöglich werden kann. 

Eine Einbindung weiterer Screening- und Aufklärungsprogrammen z.B. zur Erkennung von Risikofaktoren für schweren Covid-Verlauf oder Tod in Folge von Covid wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus erscheint sinnvoll. 

 

 

Ziele:

-> Finanzierung von 1000 Blutdruckmessgeräten für die Arbeit von Dr. Kaseje in Siaya, Kenia


- Gesundheit als Voraussetzung nachhaltiger Entwicklung

-> Gesundheit in das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung aufnehmen

- Finanzierung krankheitsübergreifender Versorgungsansätze

- Anerkennung chronischer Erkrankungen als bedeutendes globales Gesundheitsrisiko 

- Stärkung vorhandener, insbesondere dezentraler, Gesundheitseinrichtungen

- Teilhabe an Gesundheitsversorgung auch für marginalisierte Bevölkerungsgruppen 

-> Finanzierung aufsuchender Gesundheitsprogramme am Wohnort oder am Arbeitsplatz

- Angebote an Unternehmen, sich an Förderung von Gesundheitsmaßnahmen zu beteiligen 

-> Einbindung von Präventionsprogrammen innerhalb von Lieferketten

-> Erstellung medizinischer Präventionsprogramme als Modulsystem für Lieferketten

-> Erarbeitung einer öffentlich/privaten, nachhaltigen Finanzierung 

 

 

Aktivitäten 2021:

02.03.2021: Mitgliederversammlung Deutsche Afrika Stiftung (online)

04.05.2021: Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

30.06.2021: Gespräch Dipl Ing Eeva Karsta, Direktorin. 

Global Projects. Corporate Development. Dräger

12.08.2021: Organisation einer Therapie (Biotherapie, Mytolac 120 mg) für eine Patientin mit Neuroendokrinem Tumor in Syrien (Spende des Unternehmens Advanz Pharma)

28.08.2021: Treffen Prof Dr rer 

hat Kusche-Vihrog, Direktorin des Institutes für Physiologie, Universität zu Lübeck, Mitglied des Vorstandes des Deutschen Hochdruckliga, Dr. A. Czieslik, Soroptimisten Lübeck, rDr. Michael Rabbow, E&P Focus Afrika, Ambassador World Health Summit

31.08.2021: Treffen mit Bruno Hönel, MdB

30.09.2021: Vortrag Sooroptimisten Gruppe Lübeck/Bad Schwartau

22.10.2021: Treffen Dr. Aschoff, Leiter der Sektion 

Ende-Exo-Prothetik der Unfallchirurgischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover, Interplast

24.10.- 26.10.2020: Teilnahme am World Health Summit, Berlin

03.11.2021: Treffen Dr. Aschoff

 


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Antworten 2021:

Organisationen/Personen:

- Dr. Dr. h.c. Peter Spary, Büro für Verbands- und Politikkommunikation Spary Network

Communication (SNC)

- Dr. Michael Rabbow, Senior Advisor. E&P Focus Africa Consulting GmbH

- Prof. Dr. rer. nat Kristina Kusche-Vihrog, Direktorin Institut für Physiologie, Universität zu 

Lübeck, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Hochdruckliga 

- Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate, äthiopisch-deutscher Unternehmensberater, Bestsellerautor und

politi­scher Analyst

- Stefan Rebmann MdB a.D., Abteilungsleiter Wirtschat-, Industrie- und Umweltpolitik, DGB-Bezirk

Baden-Württemberg

 

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

- Anosha Wahidi, Anosha Wahidi, Beauftragte für Nachhaltigkeitsstandards, Leiterin des Referats 120.

Grundsatzfragen Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten, BMZ

- Dr. Bernhard Braune, Referatsleiter Referat 100, Globale Gesundheitspolitik und- finanzierung. BMZ

 

Staatskanzlei Schleswig-Holstein

- Nadine Nolting

 

Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

- Rita Kätzel, LS1, Ministerbüro

 

Mitglieder des Bundestages:

- Bruno Hönel, MdB

. Dr. Matthias Sailer, Referent, Omid Nouripour, MdB

- Justine Kenzler, Büro Anke Domscheit-Berg, MdB

- Lena Schnüpke, Mitarbeiterin im Büro der Bundesvorsitzenden Robert Habeck

 

- Andreas Lämmel, MdB (ehem)

- Frank Heinrich, MdB (ehem)

- Peter Stein, MdB (ehem)

 

Unternehmen:

- Dipl. Ing- Eeva Karsta, Director Government Relations, Drägerwerk



 

„Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.“ 

Willy Brandt